Work-Life-Balance

Überall liest man davon und alle sprechen von Work-Life-Balance. Doch was ist damit eigentlich gemeint und warum schreibe ich als Gesundheitsberaterin darüber?

Die Antwort ist ganz einfach: Weil ALLES Einfluss auf Deine Seele, Deinen Körper und somit auch auf Deine Gesundheit hat. Auch – und vor allem – Dein berufliches Umfeld und Deine Zufriedenheit oder auch Unzufriedenheit im oder mit dem Job spielen eine große Rolle für Dein Wohlbefinden.

Alles muss im Einklang sein

Das Schlüsselwort ist also die Balance, das Gleichgewicht. Alles muss im Einklang sein, damit Körper und Geist gesund sein können. 

Was bringt also unsere sogenannte Work-Life-Balance aus dem Gleichgewicht? Das ist bereits der Fall, wenn wir nach Feierabend oder an freien Tagen unsere kostbare private Zeit in irgendeiner Form mit unserer beruflichen Tätigkeit verbringen. Wer von uns hat nicht vor oder nach der Arbeit oder gar am Wochenende mal ganz kurz die beruflichen Mails am Handy gecheckt? Wie oft hat man sich anschließend geärgert oder ist besorgt, weil ein Termin nicht gehalten werden kann oder ein Kunde unzufrieden ist und seinem Ärger Luft gemacht hat. Sei ehrlich, Dein freier Tag oder Feierabend ist im Eimer, denn Deine Gedanken kreisen jetzt um dieses Problem und vielleicht denkst Du sogar darüber nach, ins Büro zu fahren, um es zu lösen.

Was kannst Du tun?

Zunächst ist es natürlich wichtig, dass vor allem der Arbeitgeber mitspielt. Er sollte Dich darin unterstützen, dass Du Beruf vom Privaten trennen kannst. Ein Arbeitgeber, der von Dir erwartet, auch außerhalb Deiner Arbeitszeiten erreichbar zu sein, ist weit davon entfernt, eine gute Work-Life-Balance zu fördern.

Doch es liegt auch an Dir, klare Grenzen zu ziehen. Wenn Dein Job es nicht erfordert, lass das Firmenhandy ausgeschaltet und denke nicht an die Arbeit. Übe Dich darin, wie Du Dich gedanklich von Deinem Job abgrenzen kannst. Nimm die Arbeit nicht mit nach Hause, auch nicht mental.

Zweiter Schritt: Nutze Deine Freizeit effektiv. Hierfür habe ich ein paar Tipps für Dich:

  • Organisiere Dich, auf der Arbeit und auch daheim. Verschiebe unliebsame Dinge wie Einkaufen oder den Hausputz nicht auf Deinen freien Tag. Versuche so viel wie möglich davon bereits unter der Woche zu erledigen. Räume lieber jeden Tag eine halbe Stunde auf, als den halben Samstag mit dem Besen und Lappen zu verbringen.
  • Erledige im Job alles, was erledigt werden kann, sofort. Verschiebe es nicht auf morgen oder nächste Woche, es wird sonst mit der Zeit immer mehr und Du gerätst in Stress. Außerdem ist es ein gutes Gefühl, wenn Du keine offenen Punkte auf Deiner Liste hast und Du kannst so viel besser abschalten. Hinterlasse auch Deinen Schreibtisch bzw. Deinen Arbeitsplatz immer aufgeräumt.
  • Treibe Sport! Das lenkt ab und macht den Kopf frei. Wenn Du keinen Sport magst oder machen kannst, gehe spazieren, genieße die Natur und die frische Luft.
  • Nimm Dir Zeit für DICH. Triff Dich mit Freunden oder ziehe Dich zum Beispiel mit einem guten Buch zurück. Mach, was DIR guttut, und zwar dann, wenn Dir danach ist und lass dann auch mal fünf gerade sein. Die Welt geht nicht unter, wenn der Abwasch stehen bleibt oder die Wäsche ungebügelt.
  • Auch wenn Du am liebsten alles selbst erledigen möchtest. Lerne, Aufgaben auch mal abzugeben. Lass die Ablage den Azubi machen oder das Abendessen von Deinem Partner oder Partnerin zubereiten.
  • Und natürlich: Ernähre Dich ausgewogen und gesund.

Achtsamkeit

Der wichtigste Punkt jedoch ist: Sei achtsam! Das heißt, nimm Deine Gefühle und Bedürfnisse bewusst wahr. Höre auf Deinen Körper, Deinen Geist und Deine Intuition. Aber: Betrachte Deine Gefühle auch aus der Distanz, wertfrei und mit Klarheit. Nur dann kannst Du die Situationen, in denen Du Dich befindest, steuern und zurück in die notwendige Balance führen.

Das ist in heutigen Zeiten ganz besonders schwierig. Wir sind umgeben von Informationen, werden von Ihnen von allen Seiten bombardiert und mit Reizen überflutet.

Der Geist ist völlig überfordert und verlernt, auf die Signale des Körpers und der Seele zu hören. Tür und Tor sind offen für Überforderung und das Burn-Out ist nicht mehr weit entfernt.

Lerne also wieder, auf Dich und Deinen Körper zu hören und schütze Dich so vor der Überforderung und den Folgen. Lerne, achtsam zu sein und übe, Achtsamkeit Dir und allen anderen Lebewesen gegenüber zu praktizieren.

Meditieren und Übungen aus Tai Chi, Qi Gong oder Yoga sind tolle Möglichkeiten, das Bewusstsein für Körper und den Geist zu stärken.

Es gibt aber auch viele kleine Übungen, wie Du Achtsamkeit in Deinen Alltag integrieren kannst. Welche das sind, teile ich Dir in einem meiner nächsten Blogartikel mit. 

Qualifikationen:

  • Gesundheitspädagogin
  • Athletik Trainerin
  • Ganzheitliche Ernährungsberaterin
  • Sport- und Ayurveda Massagen
  • Heilpraktikerin in Ausbildung
  • Osteopathie in Ausbildung

Kontakt:

Gesundheitspraxis Nadine Glowienka
Detmolder Straße 192
33100 Paderborn