Unsere Hormone

Hormone sind für den Körper überlebenswichtig, steuern sie doch wesentliche Funktionen im Körper. Man kann sie auch als Botschafter bezeichnen, denn die Hormone sind es, die wichtige Informationen in unserem Körper übermitteln.

Der Hormonhaushalt ist äußerst komplex, daher lass mich dir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Hormondrüsen, die wichtigsten Hormone und welchen Einfluss diese auf deinen Körper haben, geben.

Gehirn

Im Gehirn befinden sich der Hypothalamus, die Hypophyse, auch Hirnanhangdrüse genannt, und die Zirbeldrüse.

Der Hypothalamus steuert das vegetative Nervensystem und ist für die Aufrechterhaltung der sogenannten Homöostase verantwortlich. Einfach ausgedrückt: Der Hypothalamus sorgt dafür, dass die Körpertemperatur, der Blutdruck und das Volumen im Blut immer im Gleichgewicht gehalten werden.

Wenn Du zum Beispiel durstig bist, war es der Hypothalamus, der eine entsprechende Info an Dein Hirn gesandt hat. Zeitgleich „informiert“ er die Nieren, die Flüssigkeitsausscheidung zu reduzieren und mehr Wasser aus dem Primärharn zu resorbieren. Informationsträger bzw. Hormon war hier das Vasopressin, auch Antidiuretisches Hormon oder ADH genannt.

Hast Du schon mal vom sogenannten Kuschelhormon, dem Oxytocin, gehört? Oxytocin ist für die Wehen verantwortlich, stimuliert die Brustdrüsen, die Milch abzugeben (Milcheinschuss) und stärkt die Mutter-Kind-Beziehung. Doch das ist nicht alles. Das Oxytocin fördert die Paarbindung im Allgemeinen und fördert das soziale Miteinander – kurz: es macht uns empathisch. Auch das Oxytocin wird im Hypothalamus gebildet, die Hypophyse aber speichert es und gibt es bei Bedarf ab.

Die Hypophyse produziert vor allem das Wachstumshormon Somatropin und das Prolaktin, welches für das Wachstum der Brustdrüsen während der Schwangerschaft verantwortlich ist.

Außerdem bildet die Hypophyse eine Reihe von Steuerungshormonen, die wiederum die Funktion anderer Hormondrüsen regulieren, z.B. die Schilddrüse.

In der Zirbeldrüse wird Melatonin gebildet, welches dafür verantwortlich ist, dass du bei zunehmender Dunkelheit schläfrig wirst.

Schilddrüse

In der Schilddrüse werden die lebenswichtigen Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) gebildet und an das Blut abgegeben. Sie sind wichtig für einen ausgeglichenen Energiestoffwechsel. Sicherlich hast du schon mal davon gehört, dass Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion an Übergewicht leiden, obwohl sie an ihrer Ernährung nichts verändert haben. Der Grund: Die Schilddrüse produziert zu wenig T3 und T4. Ist die Produktion zu hoch, spricht man von einer Schilddrüsenüberfunktion.

Bauchspeicheldrüse

In der Bauchspeicheldrüse, das Pankreas, wird das wohl mit bekannteste Hormon, nämlich das Insulin, gebildet. Aber das Pankreas schüttet auch Glucagon aus. Glucagon ist der Gegenspieler des Insulins und beide regeln somit den Blutzuckerspiegel und spielen eine wichtige Rolle beim Diabetes.

Eierstöcke und Hoden

Hier werden die weiblichen und männlichen Geschlechtshormone, das Östrogen und das Testosteron, gebildet. Aber auch die Nebennieren und bei Frauen die Plazenta tragen zu einem kleinen Teil bei. Interessant ist, dass sowohl Eierstöcke auch Testosteron, als auch Hoden Östrogen in kleinen Mengen bilden und so beide Hormone in beiden Geschlechtern vorhanden sind. Ein zu großer Anteil von Testosteron bei Frauen zeigt sich dann zum Beispiel bei der Bildung des sogenannten Frauenbarts, bei Männern kann ein zu hoher Östrogenspiegel zu der Bildung von Brüsten führen.

Bei Frauen ist unbedingt noch das Progesteron zu nennen, welches vor allem bei der Fruchtbarkeit eine Rolle spielt. Ein Mangel kann sich zum Beispiel durch PMS-Beschwerden, Migräne, Schmierblutungen oder Gewichtszunahme zeigen. Ein zu starker Überschuss kann zu ähnlichen Symptomen führen.

Nebennieren

In den Nebennieren werden vor allem Hormone produziert, die im großen Maße mit unserem mentalen Befinden im Zusammenhang stehen.

Adrenalin wird in Stresssituationen gebildet, sei es körperlicher oder seelischer Stress oder gar bei Angstzuständen. Es hatte ursprünglich den Zweck, den Körper auf die Flucht oder Kampf vorzubereiten, indem die Blutgefäße und Bronchien erweitert werden und zusätzliche Energie bereitgestellt wird. Das ist der Grund, warum wir in stressigen Situationen rotgesichtig werden oder der Puls steigt.

Auch Cortisol ist ein Stresshormon und kann ebenfalls durch eine psychische Belastung aus dem Gleichgewicht geraten. Cortisol regelt vor allem den Salz- und Wasserhaushalt in der Niere. Ein dauerhaft zu hoher Cortisol-Spiegel wird auch Morbus Cushing genannt.

Das Dopamin ist uns auch als das sogenannte Glückshormon bekannt. Streng genommen ist es ein Neurotransmitter und kein echtes Hormon, wird aber oft als solches bezeichnet. Dopamin reguliert die Durchblutung der inneren Organe und ist auch sonst an vielen lebensnotwendigen Steuerungsvorgängen im Körper beteiligt. Es ist aber auch für das Wohlbefinden, Mut, Lebensfreude und Konzentration verantwortlich. Eine Unterversorgung von Dopamin kann zu Depressionen führen, eine zu hohe Konzentration wiederum zu Angstzuständen, Schizophrenie oder sogar Parkinson.

Zuletzt sei noch das Aldosteron genannt, welches, wie auch Cortisol, am Flüssigkeitshaushalt des Körpers beteiligt ist.

Alles hängt miteinander zusammen

Das sind noch lange nicht alle Hormone, aber du siehst bereits jetzt schon, dass es eine Menge Vorgänge im Körper gibt, die durch die Hormone gesteuert und reguliert werden. Nicht verwunderlich also, dass schon eine kleine Abweichung eine große Wirkung haben kann. Und nicht nur das. Auch die möglichen Auslöser für eine Hormonschwankung können vielfältig und zudem leicht unerkannt bleiben. Unsere Nahrungsmittel, Umwelteinflüsse, die innere Einstellung, das Altern, der Stress, die Genetik, ja selbst die Chemiekalien in unserer Kleidung und in der Matratze können unseren Hormonspiegel beeinflussen.

So kämpft der eine mit Speckfalten am Bauch, andere leiden unter Haarausfall. Die nächsten haben das Gefühl, dass sie von einer Arbeit zur nächsten hasten - wie ein aufgescheuchtes Huhn. Nicht wenige haben regelmäßig Schlafprobleme, und außerdem das Gefühl, dass der Tag nicht ausreicht, um all die Dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen. Frauen leiden unter Kopfschmerzen, menstruationsbesdingt oder auch zyklusunabhängig. Männer leiden unter Erektionsbeschwerden. All das kann die Folge eines Ungleichgewichts des Hormonspiegels sein.

Umso wichtiger also, die Hormone auf in Bezug auf die jeweiligen Körperfunktionen aber auch auf deren Verhältnis zueinander einzustellen.

Der Schlüssel zu einem gesunden Leben ist das Gleichgewicht und Ganzheitlichkeit. Und hier komme ich ins Spiel und helfe dir dabei, dieses Gleichgewicht wieder zu finden. Mit der sogenannten Endobalance-Methode analysiere ich Deinen Hormonstoffwechsel und bringe ihn wieder „in die Spur“.

Qualifikationen:

  • Gesundheitspädagogin
  • Athletik Trainerin
  • Ganzheitliche Ernährungsberaterin
  • Sport- und Ayurveda Massagen
  • Heilpraktikerin in Ausbildung
  • Osteopathie in Ausbildung

Kontakt:

Gesundheitspraxis Nadine Glowienka
Detmolder Straße 192
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