Die Tage werden kürzer, die ersten Stürme kommen auf, und das Laub fällt von den Bäumen. Kurz: der Herbst kündigt sich mit großen Schritten an.

Nicht nur die kalte, feuchte Luft draußen, sondern auch die trockene und warme Heizungsluft drinnen ist eine nun eine Herausforderung für Dein Immunsystem. Doch mit meinen Tipps kommst Du fit und gesund durch den Herbst und schlägst der Erkältungszeit ein Schnippchen:

Tipp Nummer 1: Bewege Dich viel an der frischen Luft

Auch wenn es mal etwas regnet oder tröpfelt. Ziehe Dir eine warme Jacke an, greife zum Regenschirm und raus mit Dir. Das tut auch der Seele gut. Tipps, wie mehr Bewegung in Deinen Alltag bringst:

  • Nimm, wann immer es geht, das Fahrrad – vor allem für Kurzstrecken. Das schont auch die Umwelt und Deinen Geldbeutel.
  • Steige eine oder zwei Busstationen früher aus und gehe zu Fuß ins Büro oder nach Hause.
  • Hunde sind ideale Begleiter bei Wind und Wetter. Wenn Du keine Möglichkeit hast, einen eigenen Hund zu halten, frage doch mal im Tierheim nach. Dort freut man sich immer über freiwillige Gassigänger.

Tipp Nummer 2: Ernähre Dich gesund und ausgewogen

Gerade jetzt ist es wichtig, auf eine gute Vitaminversorgung zu achten. Vitamin C und D sollten ab jetzt besonders im Vordergrund stehen. Zum Glück ist das Herbstgemüse ist reich an Nährstoffen und Vitaminen. Saison haben im Oktober viele Kohlsorten, Blattspinat, Salate, Bohnen, Möhren, Sellerie und viele mehr. Ideale Voraussetzungen für einen leckeren Eintopf oder leckere Suppen. Diese wärmen nicht nur gut durch, sondern sind wahre Vitaminbomben. Achtung: Am Ende dieses Artikels habe ich auch noch drei leckere Herbstrezepte für Dich.

Tipp Nummer 3: Auch in der kalten Jahreszeit ausreichend trinken

Die trockene Luft in den Innenräumen reizt die Schleimhäute, welche Dich vor Bakterien und Viren schützen. Also schau, dass Du auch jetzt weiterhin viel trinkst, vornehmlich stilles Wasser oder ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees.

Außerdem: Ausreichend Schlaf hilft, das Immunsystem fit zu halten. Wer es mag, kann durch Saunagänge das Herz-Kreislauf-System stärken. Auch Wechselduschen am Morgen macht nicht nur so richtig wach, sondern trainiert den Körper sich auf schnelle Temperaturwechsel anzupassen.

Es gibt also viele Möglichkeiten, Deinen Körper auch bei Kälte, Wind und Nebel fit zu halten. Und wenn es Dich doch erwischt: Gönne ihm und Dir die nötige Zeit für die Genesung.

Wie versprochen hier noch drei leckere, gesunde und einfache Herbstrezepte für Dich:

 

Grünkohl „indisch“

Grünkohl ist ein wahres Superfood. Er ist nicht nur reich an Vitamin C, sondern kommt auch noch mit viel Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen und Zink daher.

Für den indischen Grünkohl (4 Portionen) brauchst Du:

  • 1 Kg frischen Grünkohl (TK geht natürlich auch)
  • 3 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 EL Senfsamen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 EL Currypulver
  • 1 kl. Stück Ingwer
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 unbehandelte Orange
  • 1 Ds. Kokosmilch
  • Chilipulver nach Belieben Etwas Salz
  • 3 EL Öl

Zubereitung

Den Grünkohl ggf. Waschen, zupfen, klein schneiden und blanchieren. Die Zwiebel und den Ingwer und die Knoblauchzehe klein schneiden und zur Seite stellen. Die Orangenschale abhobeln und den Saft anschließend auspressen. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Gewürze (Senfsamen, Kreuzkümmel und Curry) andünsten und die Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen. Alles zusammen goldbraun braten. Jetzt den Ingwer hinzugeben. Nach etwa einer Minute den blanchierten Grünkohl und das Kurkuma dazugeben und bei mittlerer Hitze dünsten. Damit nichts anbrennt, immer mal mit etwas Wasser ablöschen (insgesamt ca. 200 ml). Nach ca. 15 Minuten den Orangensaft und die Kokosmilch hineingeben und bei sehr kleiner Flamme ca. 10 Minuten garen. Achte darauf, dass es nicht kocht, damit die Kokosmilch nicht gerinnt. Mit Salz, Orangenschale und Chili abschmecken. Mit Basmatireis servieren.

 

Zucchini-Kartoffelpuffer mit Orangen-Aprikosen-Rotkraut

All die Hauptzutaten haben im Oktober Hauptsaison. Dieses Gericht ist ein richtiges Comfort Food, ist gesund und macht super satt.

Zutaten für die Zucchini-Kartoffelpuffer (4 Portionen)

  • 2 große Kartoffeln 1 mittelgroße Zucchino
  • 1 gehäuften EL Mais- oder Kartoffelstärke
  • Salz, Pfeffer
  • ggf. etwas Mehl
  • 2 EL Öl

Zubereitung

Kartoffeln schälen und grob reiben. Zucchino ebenfalls reiben. Beides in einem Sieb abtropfen lassen. Zu der Masse die Stärke hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und durchmengen und ggf. etwas Mehl hinzugeben, wenn es Dir zu "feucht" erscheint.  Aus der Masse kleine Bällchen formen und in eine Pfanne mit heißem Öl geben und flach drücken. Von beiden Seiten ca. 4-5 Minuten golden braten. Ggf. Im vorgeheizten Backofen warmhalten.

Für das Orangen-Aprikosen-Rotkraut brauchst Du:

  • ca. 800 g Rotkohl frisch
  • 1 mittelgroße Zwiebel 2 Orangen
  • 3 Stiele Thymian
  • 200 g getrocknete Aprikosen
  • 1 Handvoll Kürbiskerne

Zubereitung

Das Rotkraut in sehr dünne Streifen schneiden. Die Zwiebel klein würfeln. Ein Orange abreiben und den Saft auspressen. Die zweite Orange schälen und die weiße Haut vollständig entfernen – auch zwischen den Trennwänden. Das Fruchtfleisch sauber herausschneiden. Die Thymianblätter abzupfen. Die Aprikosen in kleine Stückchen schneiden. Nun das Rotkraut zusammen mit der Zwiebel bei starker Hitze und ständigem Rühren ca. 5 Minuten anbraten. Die Hitze reduzieren, 50 ml Wasser, der Orangensaft und den Abrieb hinzugeben und ca. 3 Minuten köcheln lassen. Thymian, Aprikosen und Orangenfilets hineingeben und noch eine Minute köcheln lassen. Zum Schluss die Kürbiskerne hinzugeben. Zucchini-Kartoffel-Puffer und Rotkraut zusammen servieren.

 

Rote-Beete-Chips

Für 4 Portionen brauchst Du:

  • 4 große Rote Beete
  • 2 TL Olivenöl

Zubereitung

Die Rote Beete schälen und in dünne Scheiben schneiden (Achtung! Rote Beete färbt stark, daher trage besser Handschuhe und eine Küchenschürze. Die Rote Beete nicht auf einem Holz- oder Plastikbrett schneiden. Nimm besser einen Porzellanteller). Die Scheiben anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backrost legen und jede einzelne Scheibe mit etwas Öl bestreichen. Noch einfacher und schneller geht es, wenn Du die Scheiben in einer Schale mit Öl vermengst. Das Backrost mit den Chips in den Ofen bei 180 Grad für ca. 40 Minuten backen. Wenn sich der Rand nach außen wellt, sind sie fertig, aber noch nicht knusprig. Das werden sie erst mit dem Abkühlen. Also habe etwas Geduld. Die fertigen Chips mit groben Meersalz bestreuen und noch am gleichen Tag snacken.

Tipp: funktioniert übrigens auch mit vielen anderen Gemüsesorten. Einfach mal ausprobieren.

Ich hoffe, hier ist auch etwas für Dich dabei und ich würde mich freuen, wenn Du mir schreibst, ob sie Dir geschmeckt haben. Viel Spaß beim Kochen und – komm gut & gesund durch den Herbst!

Qualifikationen:

  • Gesundheitspädagogin
  • Athletik Trainerin
  • Ganzheitliche Ernährungsberaterin
  • Sport- und Ayurveda Massagen
  • Heilpraktikerin in Ausbildung
  • Osteopathie in Ausbildung

Kontakt:

Gesundheitspraxis Nadine Glowienka
Detmolder Straße 192
33100 Paderborn